Durch so viele Formen geschritten,
Durch ICH und WIR und DU,
doch alles bleibt erlitten
durch die ewige Frage: wozu?
Das ist eine Kinderfrage.
Dir wurde erst spät bewusst,
es gibt nur eines: ertrage -
ob Sinn, ob Sucht, ob Sage -
dein fernbestimmtes:
Du musst.
Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere
was alles erblühte, verblich.
Es gibt nur zwei Dinge:
die Leere -
und das gezeichnete ICH.
Posts mit dem Label Gottfried Benn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gottfried Benn werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 31. Oktober 2005
Donnerstag, 20. Oktober 2005
Gottfried Benn - Auf deine Lieder senk ich Schlummer
Auf deine Lieder senk ich Schlummer,
auf deine Lippen send ich Kuss,
indessen ich die Nacht,
den Kummer,
den Traum alleine tragen muss.
Um deine Züge leg ich Trauer,
um deine Züg leg ich Lust,
indes die Nacht,
die Todesschauer
weben allein durch meine Brust.
Du, die zu schwach, um tief zu geben,
du, die nicht trüge, wie ich bin -
drum muss ich abends mich erheben
und sende Kuss und Schlummer hin.
auf deine Lippen send ich Kuss,
indessen ich die Nacht,
den Kummer,
den Traum alleine tragen muss.
Um deine Züge leg ich Trauer,
um deine Züg leg ich Lust,
indes die Nacht,
die Todesschauer
weben allein durch meine Brust.
Du, die zu schwach, um tief zu geben,
du, die nicht trüge, wie ich bin -
drum muss ich abends mich erheben
und sende Kuss und Schlummer hin.
Abonnieren
Posts (Atom)